Trésors restaurés de la Renaissance rhénane

Exposition

Die Bibliothèque Humaniste in Sélestat ist innerhalb der französischen Bibliothekslandschaft eine Besonderheit: Neben der Tatsache, dass nur ein sehr geringer Teil ihrer wertvollen Bestände aus der Beschlagnahme der französischen Revolution stammt, verfolgte sie bereits Mitte des 19. Jahrhunderts eine Strategie zur Aufwertung ihrer Bestände mittels einer Dauerausstellung, die das goldene Zeitalter der Stadt Schlettstadt im 15. und 16. Jahrhundert widerspiegelte. So hat sie sich zu einem Bibliotheksmuseum entwickelt, das neben seltenen Büchern auch Kunstwerke, wertvolle Objekte, archäologische Möbel und sogar „Kuriositäten“ zeigt. Nach der Ausstellung „C’est quoi ce truc? Voyage au cœur des curiosités de la bibliothèque“ (Was ist das für ein Ding? Reise durch die Kuriositäten der Bibliothek) vertieft eine neue Veranstaltung die Beziehungen zwischen dem schriftlichen Erbe Schlettstadts und den Kunstsammlungen.

Die Ausstellung „Restaurierte Schätze der Renaissance am Rhein“, die gemeinsam von der Stadt Selestat und der Behörde für kulturelle Angelegenheiten der Region Grand Est organisiert wurde, zeigt etwa fünfzehn Objekte aus der Zeitenwende des 15. und 16. Jahrhunderts am Oberrhein. Ganz gleich, ob diese Gegenstände aus den Sammlungen der Bibliothèque Humaniste oder von Gemeinden und Einrichtungen aus dem Departement Bas-Rhin stammen, sie alle sind  Schätze der Kunst und Geschichte, die unter Denkmalschutz stehen und kürzlich restauriert wurden.

Was bezeichnet man als Renaissance am Rhein? Was heißt Denkmalschutz? Was sind die Grundsätze, Berufe und Gesten der Konservierung? Von den Kirchenfenstern aus dem späten 15. Jahrhundert der Kirche in Obernai bis hin zu den polychromen Holzreliefs der Pfarrkirche Châtenois, vom Wandteppich der Abtei Saint-Jean-Saverne bis hin zur Skulptur der astronomischen Uhr in Straßburg zeugen all diese restaurierten Schätze von der künstlerischen und intellektuellen Blütezeit eines Elsass zwischen Druckerei und Reformation, aber auch vom aktuellen Know-how bei der Vermittlung und Erschließung des Erbes.

Diese Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit der Direction régionale des affaires culturelles du Grand Est (Behörde für kulturelle Angelegenheiten der Region Grand Est) | Abteilung für regionale Denkmalpflege - Straßburg organisiert.

Vom 16. März bis 9. Juni 2019

März bis April: Dienstag bis Sonntag von 13:30 Uhr bis 17:30 Uhr

April bis Juni: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 12.30 Uhr und von 13.30 bis 18 Uhr

Montags geschlossen

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